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Was du liebst, lass frei. Kommt es zurück, gehört es dir – für immer.

– Konfuzius

Jeder kennt dieses Zitat, sehr viele haben schon einmal darüber nachgedacht, aber wer schafft es wirklich? Wie geht los lassen und wie hält man den Schmerz des Vermissens aus, ohne dabei verrückt zu werden? Ist es die Hoffnung in dieser Aussage, die das Loslassen möglich machen kann? Dass, wenn es wirklich Liebe ist, die Wege irgendwann wieder zusammen finden, auf welche Art auch immer? Und dann für immer? Ist Liebe nur in Freiheit, nur im Loslassen echt? Ich denke ja. Denn nur dann ist sie uneigennützig, selbstlos. Sagt man nicht, dass man für die Menschen, die man wirklich liebt, sterben würde? Vielleicht muss damit nicht ein physischer Tod gemeint sein. Sondern vielmehr dieser Schmerz, der im Loslassen verborgen liegt. Diese Leere, die bleibt, wenn die Anwesenheit, gemeinsame Zeit, Momente mit dieser besonderen Person ausbleiben. Wenn nichts bleibt, als Erinnerungen. Wenn ich mich nur noch im Innersten fragen kann, wie es ihr geht. Wenn ich keine Nähe mehr habe, um diesen Menschen mit allen Sinnen wahrzunehmen. Ist der Tod aus Liebe nicht dieser? Dass man bereit ist, den größten Schmerz zu ertragen, um diesen Menschen frei zu geben? Ich glaube, dass das die reinste Form ist, Liebe zu zeigen, sie zu leben. Und dabei hat Loslassen ja immer andere Gesichter. Kinder muss ich ganz anders los lassen, als Freunde. Manchmal ist man gezwungen, los zu lassen und manchmal tut man es aus vernünftigen Beweggründen. Aber wenn es letztlich wirklich gelingt, so doch immer aus Liebe. Und das Einzige, was bleibt, ist die Hoffnung. Die Hoffnung, dass einmal alles wieder zusammen kommt, was zusammen gehört. Dass Herzen verbunden bleiben, die füreinander bestimmt sind. Dass Liebe Zeit und Raum überdauert, wenn sie echt ist. Unsere Schätze sind gemeinsame Erinnerungen und wir sollten jede glückliche und schöne, jede einzigartige und liebevolle hüten und bewahren. Damit wir in den schmerzlichsten Zeiten auf etwas zurück greifen können, was uns keiner nehmen kann. Auf das, was das Leben lebenswert macht. 

Ich habe vor nicht all zu langer Zeit ein Lied geschrieben, dass genau dieses Loslassen, die Liebe, die Sehnsucht, den Schmerz und die Hoffnung beschreibt. Es heißt „Himmel und Sehnsucht“ und ich hoffe sehr, dass ich das bald mit euch teilen kann. 

Hier einige Zeilen:

‘So sing ich jeden Ton für dich, denn die Hoffnung stirbt zuletzt, dass dein Herz meine Lieder hört.’

‘Mein Herz lebt in dieser Liebe, die größer ist als jede. Es verliert sich in der Melancholie, die größer ist, als jede. Doch ich weiß, ich bin nicht allein. Denn wenn’s regnet, weint der Himmel für unsere Sehnsucht.’

‘Einmal noch meine Hand auf deinem Herz. Deine Hand auf meinem Herz. Sie schlagen noch immer im selben Takt, spielen dasselbe Lied.’