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So heiß, dass meine Wangen auch zu glühen beginnen. Mein Blick vertieft in das pulsierende OrangeRot. Und erneut schreit mein Herz vor Sehnsucht. Stumm und doch unüberhörbar laut. Erinnerungen sprühen wie Funken in den Nachthimmel meiner Seele und sehe ich ihnen nach, sind sie doch nach einem Augenblick wieder erloschen. Tränen rinnen über mein heißes Gesicht. Die Art von Tränen, die niemals trocknen. Einerseits getränkt von unsterblicher Hoffnung und der wohl größten Liebe, aber andererseits so gefüllt von Schmerz und Unvollkommenheit. Wie der Regen sich im Meer verflüchtigt, so versuchen sie vergebens, einer Traurigkeit Ausdruck zu verleihen, die ein einziges Herz kaum fassen kann. Sie kommen aus der Unendlichkeit und kehren dorthin zurück. Doch am Ende bleibt eine Hoffnung, oder gar die Gewissheit? Es gibt eine Glut, die nicht erkaltet. Es gibt die Liebe, die jedem Schmerz trotzt. Doch für den Moment sind die Tränen der Schlüssel. Ich lasse los. Ich halte fest. Ich hoffe. Ich weiß. Ich liebe. Immer und immer und immer.