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Käpfen oder aufgeben? Fest halten oder los lassen? Risiko oder Vernunft? Kopf oder Herz? Festung oder Verletzlichkeit? Wissen oder Glauben? Stark oder schwach sein? Weinen oder lachen? Reden oder schweigen? Schreien oder verstummen? Zwang oder Freiheit? Feigheit oder Mut?

Will ich ein solides Leben, in dem alles irgendwie glatt läuft? Ohne Abenteuer und Neues hinter dem gewohnten Horizont? Ist das gehetzte Hamsterrad dieser Zeit der Schlüssel zum Glück? Will ich hektisch von einem Tag zum anderen geschoben werden? Will ich schwermütige Gefühle permanent verdrängen, auf den nächsten und nächsten und nächsten Tag verschieben und letztlich zeitlebens mit Masken durchs Leben rennen, nur um zu funktionieren? Soll ich auf der anderen Seite pure Freude und Liebe permanent zügeln, um nicht aus der Norm zu fallen? Sollte ich mein „zu lautes“ Herz besser verstummen lassen, damit alles seinen gewohnten Gang gehen kann? 

Nein. Ich möchte diese Art von Leben nicht mehr führen. Aber wie geht es anders? Ist in dieser Welt, in meinem Umfeld, in mir selbst, wirklich Platz für Authentizität?  Welche Entscheidungen sind die Richtigen? Sind es immer die Offensichtlichen oder vielleicht doch die, die erst einmal völlig gegen jede Vernunft aufstehen? Ist ein Leben mit Abenteuern und mutigen Wegen nicht vielleicht lohnenswerter und erfüllter, als eines, das Tag für Tag zunehmend die Farben verliert, bis es in sämtlichen Graustufen angelangt ist? Lohnt sich nicht vielleicht nur einmal der Gedanke an etwas Neues, etwas Verrücktes, etwas Mutiges? An etwas, was anders ist, was ich wagen muss und was mich mit Höchstgeschwindigkeit in neue Umlaufbahnen katapultiert?